Das Refugium als Ort des gemeinsamen Nachdenkens

 

Das Nachdenken im Refugium steht unter dem Leitstern und Ideal Philosophischer Praxis. 

Dies meint das anspruchsvolle Vorhaben, Philosophie mitten ins Leben (zurück) zu holen.
Dieser Anspruch besteht sowohl im Alltäglichen, aber vor allem auch dann, "wenn es wirklich drauf ankommt": in verfahrenen Lebenssituationen oder gar Sackgassen - ganz gleich welcher Natur. Im gemeinsamen philosophischen Nachdenken soll Ernstes ernst genommen werden. 
Das Wort "philosophisch" klingt vielleicht sperrig und ist in der Vorstellung mit irgendeiner Art Wissen verknüpft. Es ist daher wichtig zu betonen, dass keinerlei Vorkenntnisse im Gespräch vorausgesetzt werden: Philosophische Praxis richtet sich an Jedermann. 
Das gemeinsame Nachdenken verfolgt dabei kein Ziel (z.B. im Sinne von einer schnellen Lösung), sondern ein Gespräch kann vielerlei sein: 
Manchmal braucht es Jemanden, der aufmerksam und mit ausreichend Zeit zuhört; 
oder eine Last kann durch ein Gespräch gemeinsam getragen werden; 
oder die Betrachtung der Situation aus veränderter Perspektive erweitert die Sicht; 
oder eine philosophische Frage kann beleuchtet werden; 
oder … 

Tröstlich, hilfreich, beruhigend oder - manchmal auch im Gegenteil - zur Unruhe anstiftend ist dabei im Gespräch immer die geistige Gegenwärtigkeit einiger treuer Begleiter, die ihrerseits über das Leben in all seinen Facetten gründlich nachdachten und die immer wieder unterstützend zur Seite springen. Einige davon seien genannt: Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Sören Kierkegaard, Johann Wolfgang von Goethe.