Das Refugium als Ort

Im kleinen Örtchen Günthers, einem Stadtteil von Tann in der Rhön, leben rund 400 Menschen. Es liegt im letzten Zipfel von Osthessen und damit beinahe in der Mitte Deutschlands - zumindest aus heutiger Sicht betrachtet. 
 
Da Günthers nach Norden, Osten und Westen hin unmittelbar von Thüringen umgeben ist, war es zu Zeiten der innerdeutschen Grenze "eingekesselt" durch den Grenzverlauf. Durch diesen Umstand kommt Günthers neben dem ausgeprägten Sinn seiner Einwohner für regionale Traditionen und Bewahrung von Bestehendem auch eine überregionale Geschichtsträchtigkeit zu. Neben der eigentümlichen Schönheit der Rhöner Natur, beeindrucken bei einem Spaziergang auch die Überreste der innerdeutschen Grenze. Die Gedenkstätte "Point Alpha" befindet sich außerdem in unmittelbarer Nähe. 

 

Direkt am Dorfmittelpunkt, gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus mit seinem zweimal täglich klingelnden Dorfglöckchen und der prächtigen Dorflinde, liegt das Refugium. 

Das Haus und die Stallungen wurden 1966 erbaut. Zuvor war das ehemals dort befindliche Fachwerkhaus ebenfalls in Familienbesitz der Familie Braun. Vom ehemaligen Fachwerkhaus ist der hölzerne Türbogen erhalten, der mit den Worten "Dieses Haus ist mit Gott und seiner Hilfe aufgerichtet worden, den 7ten Julius 1807" versehen ist. Das Wohnhaus wurde stetig erweitert und umgebaut bis zum heutigen Zustand. Die ehemaligen Stallungen wurden ebenfalls ausgebaut und stehen heute als Nutzfläche zur Verfügung. 

Das Refugium gibt heute drei Generationen der Familie Braun ein Zuhause, gleichzeitig bietet es Gästen in zwei geräumigen Gästezimmern die Möglichkeit eines zeitweisen Rückzugs.   

Das Wohnhaus vor seinem Abriss und Neubau im Jahr 1966

Der heutige Stand der Anbau- und Umbaumaßnahmen des Refugiums